Bildbeschreibung: Eine Frauenhand hält eine leuchtende Orange vor einem hellblauen, leicht zerknitterten Hintergrund aus Stoff.
Bildbeschreibung: Eine Frauenhand hält eine leuchtende Orange vor einem hellblauen, leicht zerknitterten Hintergrund aus Stoff.
Michelle Miles, hand model, 2018, Filmstill

CRIP TIME

„You don’t need to be fixed, my queens—it’s the world that needs the fixing.“
—Johanna Hedva

In einer Welt, die auf permanente körperliche Funktionalität, Mobilität und Verfügbarkeit und deren stetige Steigerung baut, führt jegliche Form von Dysfunktionalität zum unmittelbaren Ausschluss oder wird als behandlungsbedürftig erklärt. Die Gewalt, die in normativen Körpervorstellungen und somit in Bildung, Arbeit, Architektur, Medizin und Pharmakologie liegt, ist folgenschwer. Fortwährend werden Menschen durch gesellschaftliche Barrieren beeinträchtigt und behindert. Zugänglichkeit aber ist die Grundlage von Teilhabe und Gerechtigkeit. Krankheit ist keine individuelle Angelegenheit, sondern eine kollektive gesellschaftliche. Gesundheit nicht nur ein medizinisches Terrain, sondern auch ein politisches, das von sozialen Machtverhältnissen bestimmt wird.

Individuelle Autonomie ist ein Mythos. Unsere gegenseitige Abhängigkeit anzuerkennen ermöglicht uns hingegen, zu einem neuen Denken von Gesellschaft zu gelangen. Anstelle einer ständigen Verfügbarkeit geht die Idee von crip time von multiplen Bedürfnissen aus. Veränderte Zeitlichkeiten können entstehen, neue Formen der Fürsorge und Verbundenheit entwickelt und ein anderes Denken und Wahrnehmen eröffnet werden.

Es gilt, die Verletzlichkeit unserer Körper als etwas uns Konstituierendes zu begreifen. Denn erst unsere Verletzlichkeit macht uns zu sensiblen, wahrnehmenden und verschiedenen Menschen.

Die Ausstellung wird gefördert durch

Ausstellung

18. September 2021 — 30. Januar 2022

MUSEUMMMK

Domstraße 10
60311 Frankfurt am Main


  • Montag Geschlossen
  • Dienstag 11:00 - 18:00
  • Mittwoch 11:00 - 19:00
  • Donnerstag 11:00 - 18:00
  • Freitag 11:00 - 18:00
  • Samstag 11:00 - 18:00
  • Sonntag 11:00 - 18:00

mmk@stadt-frankfurt.de
+49 69 212 30447

Künstler*innen

  • Panteha Abareshi
  • Absalon
  • John Akomfrah
  • Emily Barker
  • Franco Bellucci
  • Adelhyd van Bender
  • Brothers Sick (Ezra & Noah Benus)
  • Franz Karl Bühler
  • Derrick Alexis Coard
  • Shawanda Corbett
  • Chloe Pascal Crawford
  • Jillian Crochet
  • Jesse Darling
  • Amalle Dublon
  • Pepe Espaliú
  • Shannon Finnegan
  • Sharona Franklin
  • Isa Genzken
  • Nan Goldin
  • Felix Gonzalez-Torres
  • Emilie Louise Gossiaux
  • Judith Hopf
  • Karrabing Film Collective
  • Mike Kelley
  • Christine Sun Kim
  • Carolyn Lazard
  • Guadalupe Maravilla
  • Park McArthur
  • Michelle Miles
  • Leroy F. Moore Jr.
  • Cady Noland
  • Berenice Olmedo
  • Dietrich Orth
  • Gerhard Richter
  • Donald Rodney
  • Alex Dolores Salerno
  • Dolly Sen
  • Liza Sylvestre
  • Sunaura Taylor
  • Wolfgang Tillmans
  • Rosemarie Trockel
  • Constantina Zavitsanos

Exhibition Views

Emilie Louise Gossiaux, Christine Sun Kim, Installation view MUSEUM MMK, photo: Axel Schneider
Christine Sun Kim, Echo Trap, 2021, photo: Axel Schneider
Emilie Louise Gossiaux, Dancing with London, 2021, photo: Diana Pfammatter
Shannon Finnegan, Do you want us here or not? (MMK), 2021, photo: Axel Schneider
Christine Sun Kim, Emilie Louise Gossiaux, Installation view MUSEUM MMK, photo: Diana Pfammatter
Constantina Zavitsanos, Constantina Zavitsanos & Park McArthur, Liza Sylvestre, Installation view MUSEUM MMK, photo: Diana Pfammatter
Constantina Zavitsanos, Specific Objects (stack), 2015, photo: Axel Schneider
Liza Sylvestre, Wha_ i_ I _old you a __ory in a language I _an _ear, 2014, photo: Diana Pfammatter
Liza Sylvestre, Installation view MUSEUM MMK, photo: Diana Pfammatter
Liza Sylvestre, “Interference“, 2021, photo: Diana Pfammatter
Felix Gonzales-Torres, “Untitled“ (Placebo - Landscape - for Roni), 1993, photo: Diana Pfammatter
Derrick Alexis Coard, Installation view MUSEUM MMK, photo: Axel Schneider
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